Zahnfleischbehandlung - Behandlung von Parodontose und Zahnfleischentzündungen

Hier finden Sie Informationen zur Therapie und Vorbeugung parodontaler Erkrankungen, Parodontitis, Knochenabbau, Zahnfleischentzündungen und Behandlung von Parodontose mit Zahnlockerung in unserer Praxis.
Darüber hinaus finden Sie hier weitere Veröffentlichungen in zahnärztlichen Fachmagazinen zur Behandlung von Parodontitis, besonders für Zahnärzte interessant.

 

Wir unterscheiden zwischen Entzündungen, zwischen Knochenabbau und Zahnlockerung.

Eine wirksame häusliche Zahnpflege ist grundlegende Voraussetzung für die Therapie und Vorbeugung parodontaler Erkrankungen.

"Im Gegensatz zu bisherigen Vorstellungen ist aber nicht mangelnde Mundhygiene, sondern eine Fehlentwicklung bzw. Überreaktion des oralen Immunsystems die primär treibende Kraft in der Parodontose."

Gute Mundhygiene und regelmäßige professionelle Zahnpflege können die Folgen von Schwächen der natürlichen Abwehrmechanismen nur in begrenztem Maße ausgleichen.

Der Knochenumbauprozess und Parodontitis

Regenerative Parodontalbehandlung

Das gesamte erwachsene Skelett befindet sich in einem dynamischen Zustand. Es wird fortwährend durch koordinierte Aktionen von knochenbildenden Zellen und knochenzerstörenden Zellen abgebaut, aufgebaut und neu formiert. Dieser Knochenumbauprozess tritt im ganzen Lebenszeitraum auf. Normalerweise werden 0,7% des menschlichen Skelettes täglich resorbiert und durch neuen gesunden Knochen ersetzt.

In der Parodontitis haben wir einen verstärkten Knochenabbau und einen verminderten Knochenaufbau. Das unbedingt notwendige Gleichgewicht zwischen Knochenabbau und Knochenanbau ist zu Ungunsten des Knochenanbaus verschoben.

Bakterien machen keinen parodontalen Knochenabbau

Parodontalen Knochenabbau entsteht durch körpereigene Prozesse. Während durch gute Mundhygiene und professionelle Zahnreinigung eine Verringerung des Entzündungsgeschehens erreicht wird ist für die Therapie des parodontalen Knochenabbauprozesses DOXY-GEL erforderlich. DOXY-GEL hemmt reversibel die Knochenabbauenden Zellen und bringt den Knochenumbauprozess wieder in das Gleichgewicht. 

Einen regulierenden Eingriff in die Knochenumbauprozesse, eine entzündungshemmende Wirkung, sowie das Vorbeugen von parodontalen Erkrankungen erreicht Ihr Zahnarzt durch regelmäßige ¼ oder ½ jährliche Gabe von DOXY-GEL nach der professionellen Zahnpflege.

Wie wird DOXY - GEL angewendet?

Um DOXY-GEL wirksam anzuwenden, ist es zwingend notwendig als Erstes eine Zahn- und Taschenreinigung durchführen zu lassen. Anschließend wird das Medikament DOXY-GEL lokal in die einzelnen Zahnfleischtaschen appliziert. Damit es nun nicht zu einem Abtransport des Medikamentes durch den Speichelfluss kommt, muss das ganze mit einem Zahnfleischverband abgedeckt werden. Wir empfehlen dafür Reso Pac®.

Danach werden Sie gebeten, den ganzen Tag keine calciumhaltigen Nahrungsmittel zu essen oder zu trinken, innerhalb der nächsten 4 Stunden nicht zu essen und keine heißen Getränke zu sich zunehmen, da sonst der Verband vorzeitig aufgelöst wird und das DOXY-GEL durch den Speichel zu schnell abtransportiert wird. Wenn das DOXY-GEL 4 Stunden Gelegenheit bekommt auf die Zahnfleischtasche einzuwirken, kann das Medikament die Bindegewebsschranke in der Zahnfleischtasche überwinden und bildet nun im Bindegewebe einen Komplex.

Dieser Komplex wird nur sehr langsam wieder aufgelöst. Beim Auflösen des Komplexes wird DOXY-GEL wieder freigesetzt und wirkt lokal im Parodontium. Ist wegen der Schwere des lokalen Geschehens ein höherer Spiegel DOXY-GEL erforderlich, kann die Konzentration in der Tasche durch wiederholte Applikation im Abstand von 2 bis 3 Tagen gesteigert werden.

Es entsteht dabei keine Gesamtwirkung auf den Organismus.

Die Wirkung von DOXY-GEL bei Parodontitis

Durch DOXY-GEL wird das bei der Parodontitis zu Ungunsten des Knochenaufbaues verschobene Gleichgewicht wieder in sein normales Gleichgewicht zurückgesetzt. Bei regelmäßiger ¼ jährlicher Gabe von lokalem DOXY-GEL in die Zahnfleischtaschen ist die Parodontitis und das weitere Fortschreiten des Knochenabbaues zu stoppen.

Bin ich ein Parodontitis Risikopatient?

Risikogruppen Parodontitis

Zur Risikogruppe von Parodontitis zählen folgende Patienten:

  • Raucher
  • Osteoporosepatienten
  • Diabetes mellitus Patienten
  • Patienten mit altersuntypischem parodontalen horizontalem Knochenabbau
  • Patienten mit Zahnfleischtaschen tiefer als 5mm
  • Patienten mit horizontalem Knochenabbau von mehr als 33%
  • Patienten mit reduzierter Zahnzahl
  • Erwachsene Patienten während und bis zu 4 Jahren nach erfolgter kieferorthopädischer Behandlung

Ganz besonders für die Patienten, die zu den Risikogruppen zählen ist die regelmäßige ¼ jährliche DOXY-GEL Applikation nach der professionellen Zahnpflege unumgänglich zur Zahnerhaltung.
Ganz besonders wichtig dabei ist, dass Sie erst eine Zahnreinigung und Taschenreinigung durchführen lassen. Denn DOXY-GEL muss in die saubere Zahnfleischtasche appliziert werden, da das Medikament sonst nicht seine volle Wirksamkeit entfalten kann.

Wenn Sie als Patient nicht zu den Risikogruppen gehören, können Sie mit einer ½ jährlichen regelmäßigen DOXY-GEL Applikation nach der professionellen Zahnpflege einer parodontalen Erkrankung vorbeugen.

 

Behandlungskosten zur Vorbeugung und Behandlung von Parodontitis

  1. Zahnsteinentfernung

    Einmal im Jahr übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Behandlungskosten zur Zahnsteinentfernung.
    Die Zahnsteinentfernung einmal jährlich hat keinen Einfluss auf das Entzündungsgeschehen am Zahnfleisch oder auf Zahnfleischrückgang und Zahnlockerung.

  2. Professionelle Zahnpflege, Zahnreinigung oder Prophylaxe Behandlung

    Die Behandlungskosten sind abhängig von der Anzahl Ihrer Zähne, Maximal 50,- €.
    Inklusive Taschenreinigung, Konkremententfernung, Belagentfernung und Air Flow. Aber ohne medikamentöse Taschenbehandlung. Diese Therapie hat eine vorübergehende entzündungsreduzierende Wirkung, einen sehr schönen kosmetischen Effekt, aber nur eine geringe therapeutische Wirksamkeit.

    "Stellen Sie sich vor es regnet und Sie wollen mit Ihrem Auto in den Urlaub fahren. Kommen Sie etwa auf die Idee im Regen in die Waschanlage zu fahren? Nein wozu auch, Sie kommen sowieso mit einem dreckigen Auto am Urlaubsort an."

    Was glauben Sie ist in der professionellen Zahnreinigung anders?
    Sie lassen sich alles schön sauber machen, besonders auch an den Stellen, an denen Ihre eigene Zahnpflege nicht effektiv genug ist, dann gehen Sie nach Hause und essen. Nahrungsmittel geraten wieder in die Regionen, die Sie nicht effektiv sauber halten können Bakterien und Keime sind sehr schnell wieder da und alles ist so wie vorher.

  3. Parodontale Erhaltungstherapie - PET

    Die Behandlungskosten sind abhängig von der Anzahl Ihrer Zähne. Maximal 82,- €.

    In der PET erfolgt nach der professionellen Zahnreinigung eine medikamentöse Behandlung der Zahnfleischtaschen. Bei regelmäßiger Anwendung im individuell richtigen Abstand führt dies zur lebenslangen Zahnerhaltung ohne Zahnfleischrückgang und Zahnverlust durch Parodontose.

    Parodontose ist gekennzeichnet durch Knochenabbau und dadurch werden die Zähne locker. Es gibt aber gar keine Bakterien oder keime die Knochen abbauen. Knochenabbau entsteht durch körpereigene Prozesse.

    Wichtig nach der PET

    Nach unserer medikamentöse Zahnfleischbehandlung dürfen Sie 4 Stunden nichts essen, nichts Heißes trinken und den ganzen Tag keine calciumhaltigen Nahrungsmittel zu sich nehmen. Diese 4 Stunden reichen aus, damit sich das Medikament mit dem Bindegewebe in der Zahnfleischtasche verbinden kann.
    Nach 4 Stunden hat sich nun ein fester Komplex gebildet, der durch essen oder trinken nicht mehr weggespült werden kann. Jetzt hat dieses Medikament Zeit Ihren Knochenabbau am Zahn zu reparieren.

    Patienten die zum parodontalen Knochenabbau neigen benötigen die PET ein Leben lang in den richtigen Abständen.